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Aue verlängert mit Sören Gonther und holt drei Neue

Die Neuzugänge Anthony Barylla (li.), Ramzi Ferjani (re.) und Soufiane Messeguem neben FCE-Präsident Helge Leonhardt. (Quelle: FC Erzgebirge Aue)
Die Neuzugänge Anthony Barylla (li.), Ramzi Ferjani (re.) und Soufiane Messeguem neben FCE-Präsident Helge Leonhardt. (Quelle: FC Erzgebirge Aue)
Noch ohne Chefcoach, dafür mit drei Neuzugängen und einer Vertragsverlängerung geht derweil die Kaderplanung beim Kumpelverein voran. So hat Erzgebirge Aue den auslaufenden Vertrag mit Sören Gonther bis 2023 verlängert. Seit 2019 spielt der Innenverteidiger für die Veilchen, kam in der abgelaufenen Saison in 33 Zweitliga-Spielen zum Einsatz und erzielte ein Tor. Mit 34 Jahren gehört er quasi schon zum alten Eisen, für FCE-Präsident Helge Leonhardt aber kein Grund, ihn ziehen zu lassen.
Frischen Wind hingegen sollen die drei neuverpflichteten Youngsters mitbringen. Mit Rechtsverteidiger Anthony Barylla, Innenverteidiger Ramzi Ferjani und Mittelfeldspieler Soufiane Messeguem wurden drei junge Talente bis Ende Juni 2024 gebunden, die bei den Veilchen den nächsten Schritt gehen wollen. "Mit unseren drei Neuverpflichtungen möchten wir insbesondere die Abwehrreihe und das Mittelfeld zielgerichtet verstärken. Soufiane, Ramzi und Anthony besitzen eine sehr gute Ausbildung, die sie in den Nachwuchszentren der Bundesligisten VfL Wolfsburg, Borussia Dortmund und RasenBallsport Leipzig erhalten haben. Hier bei uns in Aue können sie nun die nächste wichtige Etappe angehen", glaubt FCE-Präsident Helge Leonhardt.
Vielen Aue-Fans dürfte der Name Barylla ein Begriff sein, denn sein Vater Andre trug zwischen 1989 und 1991 das Veilchen-Trikot. Sein Sohn, der 24-jährige Anthony Barylla, kommt vom 1. FC Saarbrücken aus der 3. Liga, wurde bei RasenBallsport Leipzig ausgebildet und trägt künftig die Rückennummer 23. Mit dem Fußballspielen begann er beim SV Schmölln 1913, bevor in die Jugend von Leipzig wechselte. Nach sieben Jahren im Nachwuchsbereich schloss er sich 2017 dem Drittligisten FSV Zwickau an, wo er in 62 Spielen zwei Tore erzielte. Zwei Jahre später ging seine fußballerische Karriere im Saarland weiter. Mit dem Regionalligisten 1. FC Saarbrücken stieg er 2020 in die 3. Liga auf, schoss ein Tor und bereitete vier weitere vor. Anthony Barylla stand mit dem FCS sogar im DFB-Pokal Halbfinale, in denen die Saarbrücker aber mit 0:3 gegen Bundesligist Bayer Leverkusen den Kürzeren zogen.
Ramzi Ferjani ist 20 Jahre jung, spielte zuletzt in der Slowakei für den FC Nitra. Der im rheinland-pfälzischen Ort Sensweiler geborene und 1,91 m große Abwehrspieler kickte von 2016 bis 2020 im Nachwuchs von Borussia Dortmund. Neben der deutschen besitz er auch die tunesische Staatsbürgerschaft und ist aktueller U20-Nationalspieler für Tunesien. Ramzi Ferjani erhält bei den Veilchen die Trikotnummer 40.
Die 18 bekommt Soufiane Messeguem, der am 05. Februar 2001 im oberfränkischen Coburg geboren wurde, in Magdeburg aufgewuchs und beim MSV Börde mit dem Fußballspielen begann. Weiter ging es beim 1. FC Magdeburg, wo er damals Aues jetzigen NWLZ-Chef Carsten Müller bereits überzeugen konnte: "Besonders seine Spielfreude, Unbekümmertheit und Kreativität im Spiel haben dazu geführt, dass ich mit viel Freude seine Entwicklung begleitet und mit den weiteren verantwortlichen Trainern gefördert habe. Als sich unsere Wege dann in Magdeburg trennten und ich NLZ Leiter vom FCE wurde, gab ich ihn noch mit auf dem Weg, dass er weiter fleißig bleiben soll und dass man sich im Fußball meistens zwei Mal wiedersieht." So ist es auch gekommen. Über die Wolfburger Nachwuchsschmiede ist der deutsche U20-Nationalspieler des DFB nun im Erzgebirge gelandet und wird, wie bei der mittlerweile aufgelösten UU23 der Wölfe im zentralen Mittelfeld, den klassischen Abräumer vor der Abwehr mimen.

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