Waldhof Mannheim - FC Erzgebirge Aue 'Veilchen weiterhin sieglos'
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Auch wenn die Saison noch jung ist: Der Blick auf die Tabelle ist für Aue wenig erfreulich. Nach der ersten Saisonniederlage gestern Abend bei Waldhof Mannheim rangiert der FCE nur noch auf Platz 14, wartet weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis und holpert mehr schlecht als recht durch die 3. Liga. Chefcoach Timo Rost war mit dem Spiel dennoch nicht unzufrieden, weiß aber auch, dass von der Offensive zu wenig Gefahr ausgeht. Seine Mannen kreieren (noch) zu wenig Torchancen und kommen daher nur auf magere zwei Treffer. Weniger Buden haben nur Schlusslicht und Rost-Ex-Klub Bayreuth sowie Borussia Dortmund II vorzuweisen. Für Lila-Weiß traf bisher einzig Marvin Stefaniak, der nach einer schweren Brustprellung - zugezogen im Heimspiel gegen Osnabrück - sich einsatzbereit zurückmeldete. Änderungen in der Startelf gab es aber dennoch. Für Lenn Jastremski und Alexander Sorge (beide auf der Bank) waren Erik Majetschak und Tom Baumgart vorgesehen. Letztgenannter verletzte sich aber beim Aufwärmen, sodass Tim Danhof nachrückte.
Mit viel Tempo begannen beide Mannschaften vor 7.468 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion die Partie. Ulrich Taffertshofer verpasste nach sechs Minuten eine frühe Führung nur knapp. In der 18. Minute landete eine abgefälschte Flanke von Linus Rosenlöcher am Innenpfosten der Blauschwarzen. “Wir hätten dieses Spiel für uns entscheiden müssen”, sagte Timo Rost zu den vergebenen Möglichkeiten. Doch in der ersten Halbzeit habe man Pech im Abschluss gehabt, aber sehr gut verteidigt. Mannheim sei nicht viel eingefallen, gefährlich sei es nur nach Kontern geworden, so der Coach. Trainerkollege Christian Neidhardt sah eher ein ausgeglichenes Spiel. Denn sein Team war ebenfalls nicht ganz untätig, kam mehrfach gefährlich in Tornähe, stand aber gefühlt 10-mal im Abseits. In der 35. Minute war aber alles korrekt. SVW-Kicker Martinovic legte auf der linken Seite per Hacke auf Rossipal ab, der anschließend den Ball scharf vors Tor beförderte. Linus Rosenlöcher und Ekincier prüften dann gemeinsam Keeper Philipp Klewin, der goldrichtig stand und das Geschoss entschärfte. Da Aue vier Minuten später eine Kontergelegenheit über Dimitrij Nazarov, Elias Huth und Tim Danhof nicht erfolgreich zu Ende spielte, ging es torlos in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst auf hohem Niveau mit Chancen auf beiden Seiten. Taz schoss aus 16 Metern mit links knapp rechts vorbei (53.) und Elias Huth - von Keeper Philipp Klewin sensationell bedient - schloss den Konter aber genau in die Arme von Behrens ab (55.). Im Anschluss hatten die Gastgeber etwas mehr vom Spiel, doch die Veilchen verteidigten den eigenen Kasten kompromisslos und setzten auf Konter. Torraumszenen blieben aber so lange Mangelware. Die Schlussphase hatte es dann in sich. Erst schlenzte der kurz zuvor eingewechselte Malachowski von der linken Seite einen Schuss genau an den Pfosten (83.), keine drei Minuten später gab es nach einem absichtlichen Handspiel Gelb für Erik Majetschak und Freistoß für Mannheim. Das Bittere daran, hätte Aues Innenverteidiger nicht ins Spielgeschehen eingegriffen, so wäre Wagner im Abseits gestanden und der Standard an Aue gegangen. Doch so landete dieser aus 40 Metern!!! im Sechzehner des FCE, wo Winkler völlig blank nur noch den Kopf hinhalten durfte und eiskalt vollendete (86.). Das beherzte Anrennen sowie die Premiere für Maximilian Thiel und Sam Schreck gingen ereignislos über die Bühne und so verlor Aue das erste Pflichtspiel überhaupt gegen Waldhof Mannheim mit 0:1.
Die Spielzeit ist jung, die Mannschaft muss sich finden, dennoch “müssen wir zusehen, dass wir trotz der vielen neuen Spieler zeitnah Siege einfahren”, weiß auch Timo Rost, um die derzeitige Situation. Viel Zeit zum Philosophieren bleibt aber nicht. Am Sonntag empfängt Erzgebirge Aue Wehen Wiesbaden, die gestern ihrerseits beim 4:1 gegen Aufsteiger Bayreuth selbst den ersten Saisondreier feierten.
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