FC Erzgebirge Aue - Hallescher FC 'Schreck macht Eigentor wieder wett'
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Halle selbst brauchte nicht (mehr) viel zu tun, nur Verwalten. Denn wie erwähnt half Aue bei der Führung des Tabellennachbarn kräftig mit. Ein von Sam Schreck gespielter Rückpass auf Keeper Martin Männel, der neben seinem Kasten stand, landete bereits nach 138 Sekunden im eigenen Gehäuse. Die passende Antwort hatte zunächst Dimitrij Nazarov auf dem Fuß. Sein Gewaltschuss aus 22 Metern in der neunten Minute parierte HFC-Schlussmann Gebhardt aber ebenso großartig wie den Versuch von Marvin Stefaniak aufs kurze Eck (22.). Die beste Gelegenheit zum Ausgleich besaß dann Tom Baumgart nach gut einer halben Stunde. Von Marvin Stefaniak, der den Ball nahe der Grundlinie perfekt in den Rückraum der HFC-Abwehr spielte, in Szene gesetzt, konnte sich Aues bester Knipser eigentlich die Torseite aussuchen. Sein Schuss geriet aber fast mittig, sodass Gebhardt die Kugel noch über die Latte lenken konnte.
Nach dem Seitenwechsel war die Richtung unverändert, nur die Chancen trotz Dauerbelagerung des Hallenser Strafraums rarer. Spielerisch blieb es überschaubar, kämpferisch gaben beide Teams alles. Hinzu kamen viele Unterbrechungen und Nickligkeiten rund um die 60. Minute. Es ging schon zur Sache, wobei das Schiedsrichtergespann um Patrick Hanslbauer (Fürth) nicht immer auf Höhe des Geschehens war. Die hitzige Atmosphäre wurde mit drei gelben Karten untermauert. Mit dabei Korbinian Burger, der seine Fünfte sah und somit im Auswärtsspiel beim SC Verl pausieren muss. Leider verronnen so die Minuten, Aue musste immer mehr ins offensive Risiko gehen, was den Gästen ordentlich Platz zum Kontern bot. Zimmerschied (72.) hatte binnen 60 Sekunden zwei gute Gelegenheiten zum 2:0. Sein Volleyschuss wurde von Steffen Nkansah geblockt. Bei der nachfolgenden Ecke segelte er am langen Pfosten stehend um Zentimeter an Tunay Deniz’ Kopfballverlängerung vorbei.
Mit der Hereinnahme von Elias Huth, der in der vergangenen Saison noch beim Gegner stürmte, setzte FCE-Coach Carsten Müller alles auf eine Karte. Allerdings war sein Mitwirken nur von kurzer Dauer. Sechs Minuten nach seiner Einwechslung lag er nach Kopf-Zusammenprall mit Nietfeld am Boden und musste minutenlang behandelt werden, was mit der sofortigen medizinischen Untersuchung im Helios-Klinikum seine Fortführung fand. Den Ausgleichstreffer vom Unglücksrabe Sam Schreck hat Elias Huth somit gar nicht mitbekommen. Marvin Stefaniak hatte das 1:1 mit einer Flanke von der rechten Seite eingeleitet. Im Anschluss konnte sich Sam Schreck hinter dem langen Pfosten absetzen und den Ball mit rechts aus elf Metern, halblinker Position, präzise ins lange Eck nageln. Kurz darauf hätte Joker Paul-Philipp Besong das Spiel beinahe sogar noch komplett auf den Kopf gestellt, aber Hug rettete für den bereits geschlagenen Gebhardt vor der Linie (90.+1). So reichte es am Ende nicht zum dritten Sieg in Folge für den FCE in der 3. Liga, doch bleibt Aue unter Carsten Müller weiterhin ungeschlagen.
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