FC Erzgebirge Aue - TSV 1860 München 'Auch solche Spiele muss es geben'
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Mit drei personellen Veränderungen ging Pavel Dotchev in die erste Februarpartie 2024. Neben dem rot-gesperrten Korbinian Burger und den verletzungsbedingten Ausfällen von Steffen Nkansah und Maximilian Thiel meldeten sich auch noch Linus Rosenlöcher und Mirnes Pepic krankheitsbedingt ab. Niko Vukancic, Marvin Stefaniak und Erik Majetschak füllten diese Lücken auf. Zudem wurde Finn Hetzsch zum ersten Mal in dieser Saison in den Spieltags-Kader der Profis berufen. Und man merkte, so richtig lief es bei den Veilchen nicht zusammen. Wer sich ein neues Bier holen wollte oder eins wegschaffen musste, konnte sich dabei viel Zeit lassen. Denn man verpasste sportlich nichts. Die Highlights ereigneten sich allesamt in der Anfangsviertelstunde. Erst gab es die sehenswerte Pyroeinlage der Löwen, dann flog Omar Sijarics diagonaler Schussversuch knapp am linken Giebel vorbei (16.) und im Gegenzug hatte Guttau Pech mit einem Pfostenschuss.

Der Rest war weitestgehend Mittelfeldgeplänkel auf einem sehr flachen Niveau. Viele uninspirierte Pässe, schlechte Absprachen, unzählige Ballverluste und indisponierte Standardausführungen prägten die Szenerie. Borys Tashchys Kopfball aus 15 Metern war da eine Ausnahme. Doch der Ukrainer bekam nicht genügend Druck hinter den Ball, jagte das Spielgerät gut einen Meter über die Querlatte (35.). Kurze Zeit später meldeten sich die Sechziger auch wieder vorne an. Da aber Ouro-Tagba Probleme bei der Ballannahme hatte und Guttaus Schuss geblockt werden konnte, stand zur Halbzeit die Null auf beiden Seiten.
Nach der Pause waren die offensiven Momente noch seltener, obwohl in Ansätzen vorhanden – wahrlich kein Leckerbissen. Aus dieser Lethargie wollte Pavel Dotchev mit einem Dreifachwechsel raus, ließ Steffen Meuer, Joshua Schwirten und Sean Seitz von der Leine. Allein Letztgenannter hätte sich zum Helden schießen können, verpasste aber nach Vorarbeit von Marcel Bär völlig blank das 1:0 und jagte die Kugel, wie auch später in Minute 88, am Löwentor vorbei. Zwischen den beiden Großchancen, von denen der 21-Jährige sicherlich noch lange träumen wird, stand der quirlige Außenbahnspieler ebenfalls im Mittelpunkt.

Zur Unterbindung eines Konters stoppte der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Steinhart etwas rabiater das Umkehrspiel von Aue, fuhr den schon aus dem Lübeckspiel angeschlagenen Sean Seitz mächtig in die Parade. Für Schiedsrichter Leonidas Exuzidis (Castrop-Rauxel) gab es nur eine logische Konsequenz: Platzverweis mit Glatt Rot (88.). Allerdings konnte Aue die numerische Überzahl nicht wirklich nutzbar in Tore ummünzen, da sich 1860 München in der hektischen Schlussphase mit vielen gelbwürdigen Unterbrechungen über die Ziellinie retten konnte. So steht für das 50. Remis in der Drittliga-Historie von Erzgebirge Aue eben ein 0:0 in der Statistik, aber auch solche Spiele muss es geben.
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