FC Erzgebirge Aue - VfL Bochum 'Bussmann lässt Männel und Co. jubeln'
Geschrieben von am Kategorien Spielbericht Noch keine Kommentare

Die Veilchen brauchten eine Viertelstunde, um sich aus der Umklammerung des VfL zu befreien bzw. verstand Louis Samson es nun, wie man Bochums Spielmacher in die Schranken weist. Der 25-Jährige war als Bewacher von Zulj vorgesehen und ließ den torgefährlichen VfL-Mittelfeldmotor nicht zur Entfaltung kommen. “Ich sollte ihn ärgern, bis er irgendwann keine Lust mehr hat. Ich denke, dass mir das ganz gut gelungen ist”, sagte Louis Samson. “Irgendwann hat er zu mir gesagt, dass ich ihn wahrscheinlich bis in die Kabine verfolge. Ein besseres Lob kann man als Mittelfeld-Sechser nicht bekommen.” Der Erfolg gibt ihm Recht, Aue selbst kam zu mehr Spielanteilen und folglich zu Möglichkeiten. In der 21. Minute besaß Clemens Fandrich die bis dato beste Chance für die Gastgeber. Der Mittelfeldspieler zog von der Strafraumgrenze ab, VfL-Schlussmann Riemann lenkte den Ball mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten. Der FCE blieb dran, setzte weitere Nadelstiche und kam nach einem Standard zum Erfolg. Erst versuchte es der heuer unermüdliche Jan Hochscheidt aus 25 Metern Bochums Keeper mit einem Heber zu überraschen, der Schlussmann klärte gerade noch zu Ecke. Dann zirkelt der Blondschopf den Eckball an den kurzen Pfosten, wo Gaëtan Bussmann relativ unbedrängt zum 1:0 einköpfte - das erste Saisontor für den französischen Außenverteidiger und der Schock für den VfL (29.). Denn plötzlich hatte Aue das Spiel komplett im Griff und hätte bis zur Pause sogar nachlegen können. Ben Zolinski vergab in der 38. Minute die beste Chance auf den zweiten Treffer. Nach perfektem Zuspiel von Florian Krüger stürmte der Offensivspieler allein auf Riemann zu und probierte es mit einem Lupfer. Der Ball flog allerdings über die Querlatte.
Auch der erste gefährliche Abschluss des zweiten Durchgangs gehörte den Veilchen. Riemann, inzwischen bester Bochumer, lenkte einen Flachschuss von Florian Krüger zur Ecke (56.). Wenige Sekunden später scheiterte abermals Ben Zolinski am VfL-Keeper. Das Schuster-Team verteidigte gegen zunehmend aktiver werdende Bochumer geschickt und hatte auch das Glück auf seiner Seite, als Ganvoula nur an die Latte köpfte (73.) und Ognjen Gnjatic den verhunzten Schuss von Pantovic noch auf der Linie blocken konnte (82.). In der Schlussphase stürmte auch Riemann mit nach vorn, doch die Veilchen hielten dem Druck stand. “Ich bin stolz auf die Leistung. Meine Spieler haben sich das mit sehr viel Aufwand, sehr hoher Intensität, Kampfkraft und Leidenschaft verdient und haben dafür auch zweieinhalb Tage frei”, sagte Dirk Schuster nach dem Erfolg am Freitagabend. Damit müssen Kapitän Martin Männel und seine Teamkollegen erst am Dienstag wieder zum Training im Erzgebirgsstadion erscheinen. Bis dahin kann sich das Trainerteam auch schon Gedanken über den Matchplan für die Auswärtsaufgabe in Kiel machen.
Spielbericht
Noch keine Kommentare