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Jahn Regensburg - FC Erzgebirge Aue 'Mit einem blauen Ei davongekommen'

3S-3U-0N, auch im sechsten Zweitliga-Gastspiel bei Jahn Regensburg blieben die Veilchen ungeschlagen (Quelle: FC Erzgebirge Aue)
3S-3U-0N, auch im sechsten Zweitliga-Gastspiel bei Jahn Regensburg blieben die Veilchen ungeschlagen (Quelle: FC Erzgebirge Aue)
Nach vier Auswärtsniederlagen in Serie und aufgrund der 0:2-Hinspielpleite gegen die Oberpfälzer wollte Erzgebirge Aue heute Wiedergutmachung betreiben. Dieses Unterfangen hing bereits ab der fünften Spielminute am seidenen Faden. "Wir wollen es besser machen und die kleinen Fehler, die vor allem in Darmstadt brutal bestraft worden sind, abstellen", sagte Trainer Dirk Schuster vor der Partie beim SSV Jahn Regensburg. Dass man auch die Anfangsviertelstunde ohne Gegentor übersteht, gehörte wohl nicht zu den Primessen. So durfte der Regensburger George bereits das neunte Auer Gegentor in diesem Zeitraum und gleichzeitig den 16. Gegentreffer in der Rückrunde markieren. Auch im weiteren Spielverlauf ließ sich die Defensive des FCE immer wieder leicht überspielen, zum Glück nutzte der Jahn seine Räume und Möglichkeiten nicht konsequent: so vergaben Albers (17.), Besuschkow (19.) und Stolze (41.). Auch Wekesser bekam die Chance, die Regensburger Führung auszubauen. Zum Glück für Aue setzte er den Kopfball knapp drüber (42.).
Und was machte der Gast? Naja, die Veilchen hatten in der ersten Hälfte in Form von Ballbesitz zwar klar mehr vom Spiel, waren vor dem Tor aber etwas verhaltener. Wenngleich Dimitrij Nazarov zwei weitere Möglichkeiten besaß (35. / 38.), diese aber, wie auch vom Trainer moniert, nicht konsequent genug zu Ende spielte. Das Geburtstagskind hatte schon in der elften Minute die Chance zum Ausgleich, konnte den Ball aber nach einer Ablage von Pascal Testroet nicht richtig drücken. Als dann nach einem Querschläger John-Patrick Strauß aus zwölf Metern freie Schussbahn hatte und er die Kugel denkbar knapp neben den linken Pfosten setzte (45.), war eine temporeiche erste Halbzeit beendet.
Dafür war der zweite Durchgang - geprägt von zahlreichen Zweikämpfen, vielen Unterbrechungen, vielen Fouls und ohne gefährliche Strafraumszenen - sehr zäh. Erst in der 74. Minute gab es die erste gute Tormöglichkeit, aber die hatte es in sich. Einen Schuss von Albers aus kurzer Distanz konnte Martin Männel artistisch an den Pfosten lenken. Die Hausherren waren am Drücker und abermals war Aues Schlussmann auf dem Posten, entschärfte den Schuss Vrenezi (81.). Entlastung gab es zwar für die Elf von Dirk Schuster, der auch noch Antonio Jonjic und Philipp Zulechner ins Rennen schickte, doch zwingende Torchancen waren nicht dabei. Und dann traf einer, der in dieser Partie mit 30 Prozent statistisch die geringste Torwahrscheinlichkeit aufwies: Sören Gonther. Mit viel Gefühl schlenzte er fünf Minuten vor Ultimo das Hackenzuspiel von Pascal Testroet über Jahn-Keeper Meyer hinweg zum Ausgleich in die Maschen. Sein erstes Saisontor reichte dann wenigstens zu einem Punktgewinn. Damit sind die Veilchen am Ostersonntag noch mit einem blauen Ei davongekommen.
Einen weiteren Grund zur Freude hatte Philipp Riese. Am 16. Januar 2021 im Heimspiel gegen Düsseldorf hat sich der zentrale Mittelfeldspieler das Wadenbein gebrochen und feierte nach elfwöchiger Verletzungspause sein Comeback. "Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder gesund bin und dass es so schnell ging. Es ist noch nicht wieder so, wie es vorher war. Das wird auch noch eine Zeit lang so bleiben. Ich kann den Schmerz aber ganz gut ausblenden", sagte der 31-Jährige, der im kommenden Heimspiel trotz der Gelb-Sperre von Ognjen Gnjatic somit noch nicht als Startelf-Alternative gelten wird.

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