Hamburger SV - FC Erzgebirge Aue 'Vorschau'
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- Für den Nachholer des 26. Spieltags reisen die Veilchen abermals nach Hamburg, um dort den derzeit Siebtplatzierten gänzlich in die Aufstiegssuppe zu spucken. Nach drei gescheiterten Versuchen zur Rückkehr ins Bundesliga-Oberhaus geht dem einstigen Erstliga-Dino auch im vierten Anlauf die Puste aus.
- Der beste Zeitpunkt für Aue, seine Auswärtsstatistik aufzubessern. Denn bisher kommt Lila-Weiß nach dreizehn Gastspielen in dieser Saison gerade mal auf einen Sieg und insgesamt nur acht Zähler (1S-5U-7N). Einzig das bessere Torverhältnis gegenüber Ingolstadt “rettet” Aue auf den vorletzten Platz.
- Den letzten und auch einzigen Auswärtssieg gab es am 20. November 2021 gegen Hansa Rostock. Am 14. Spieltag versenkte man die Kogge in deren Stadion mit 2:1. Nun soll endlich der Auswärtsbock ein zweites Mal umgestoßen werden.
- Gegen Hamburg derzeit gar nicht mal so unwahrscheinlich, denn die letzte Niederlage des HSV gegen Paderborn (1:2) stellte bereits das fünfte Spiel am Stück in der Liga ohne Sieg dar (0S-2U-3N) - Saisonnegativrekord.
- Zwar endeten erst fünf Spiele für den HSV mit einer Niederlage (Ligabestwert), aber aufgrund der anhaltenden Durststrecke hat sich die Ausgangslage im Aufstiegsrennen deutlich verschlechtert. So nimmt der Hamburger SV nur noch den siebten Platz in der Tabelle ein, mit neun Punkten Rückstand auf Rang drei.
- Eine weitere Besonderheit: Seit dem Abstieg 2018 wartet der HSV vergeblich auf einen Sieg im Monat April (zehn Spiele, null Siege).
- Auch läuft es für die Rothosen im eigenen Volksparkstadion nicht mehr so gut wie zu Saisonbeginn. Nach zuvor zwölf ungeschlagenen Heimspielen (6S-6U-0N) verlor der HSV erst im Nordderby gegen den Erzrivalen Werder Bremen (2:3) und zuletzt gegen den SC Paderborn (1:2), kassierte damit zwei Niederlagen vor eigenem Publikum in Folge.
- In den bisherigen drei Gastspielen im Volkspark gab es für die Veilchen nur einen Punkt und ein Tor (0:3, 0:4, 1:1), den einzigen Auer Treffer beim HSV erzielte Philipp Zulechner im April 2019.
- Dennoch haben die Veilchen in drei der letzten vier Spiele gegen den HSV gepunktet. Im Hinrunden-Spiel fehlten zehn Auern (Rot Soufiane Messeguem) nur Sekunden zum Sieg, dann rettete ein Eigentor von Dirk Carlson in der 4. Minute der Nachspielzeit den Hamburgern das Remis.
- Beim Blick auf die Gesamtbilanz wird aber klar, dass der HSV immer noch als Favorit gehandelt werden kann. In acht Pflichtspiel-Duellen gab es vier deutliche Siege (4:0, 3:0, 3:0, 3:1) für die Hamburger, die auch nur eine der acht Partien gegen den FC Erzgebirge verloren haben (0:3 in Aue im Februar 2020).
- Zudem haben die Norddeutschen die derzeit beste Defensive der 2. Bundesliga vorzuweisen, kassierten 25 Gegentreffer weniger (29) als die Veilchen (54), die zusammen mit Ingolstadt die schlechteste Abwehr innehaben. Vor allem in der Rückrunde musste der FC Erzgebirge in zehn Partien schon 27 Gegentore hinnehmen.
- Auch kann Aue froh sein, dass es kein Freitagsspiel ist. Denn von den neun Partien unter Flutlicht gingen fünf äußerst ominös aus. Es fing an mit dem Regensburg-Spiel, wo Aue zur Halbzeit mit zwei Toren hinten lag, spät in Unterzahl den Ausgleich markierte, nur um dann in der Nachspielzeit das 2:3 zu kassieren. Die exakt gleiche Konstellation gab es jetzt gegen Ingolstadt und zuvor gegen Kiel (nicht in Unterzahl). Hinzu kommt noch das späte Eigentor aus dem Hinspiel (1:1) sowie das 3:3 gegen Paderborn, als nach Rückstand dann sogar eine 3:1-Führung nicht reichen sollte.
- Hamburgs Top-Torjäger Robert Glatzel (16 Treffer) wartet nach sechs Zweitliga-Spielen (eins für den HSV, 3 für Heidenheim, 2 für Kaiserslautern) gegen den FC Erzgebirge noch auf sein erstes Tor.
- Clemens Fandrich erzielte zwei seiner letzten drei Zweitliga-Tore gegen den HSV, Jan Hochscheidt traf in seinen letzten drei Partien gegen die Rothosen drei Mal.
- Gegen den Ex-Club Aues Coach Pavel Dotchev spielte von 1992 bis 1993 für den HSV, bestritt seine acht Bundesliga-Spiele für die Rothosen an der Seite von Landsmann Yordan Letchkov und Akteuren wie Richard Golz, Thomas von Heesen und Karsten Bäron. Als Trainer traf er bisher nur einmal auf seinen Ex-Verein, gewann 2004 im DFB-Pokal mit dem SC Paderborn 4:2 gegen den HSV.
- Sperren drohen (bisher 4 Gelbe Karten) bei Aue: Clemens Fandrich, Sören Gonther, Antonio Jonjic, Nicolas-Gerrit Kühn, Prince Osei Owusu (Rotgesperrt) und bei Hamburg: Jatta, Muheim, Reis.
- Ewige Zweitligatabelle: für Aue ist es die 16. Saison (173S-139U-225N = 658 Punkte / Platz 28) und für Hamburg die 4. Saison (56S-42U-31N = 210 Punkte / Platz 69).
Assistenten: Eric Müller (Bremen), Daniel Riehl (Bremen)
Vierter Offizieller: Patrick Schwengers (Travemünde)
Video-Assistent: Tobias Reichel (Stuttgart)
Video-Assistent-Assistent: Katrin Rafalski (Baunatal)
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